Die Kinder aus den fünften und sechsten Klassen machten sich am Mittwochmorgen auf den Weg zur „Fautelfiels“, wo sie einen Kohlenmeiler errichten wollten. In der Schule erfuhren wir, dass auf diesem Platz schon früher Kohlenmeiler gebaut wurden. (...)
Wir schlugen 4 Tannenpfähle in den Boden ein, um den Kamin des Meilers aufzubauen. Die Pfähle mussten ziemlich tief in die Erde geschlagen werden, um die Stabilität des Meilers zu schützen. Nachher bauten wir den Kamin des Meilers zusammen. Wir nagelten Holzstücke an die 4 Pfähle. In den Kamin kamen Zweige und Laub.
Nachdem der Schornstein errichtet war und die Rohre zum Regulieren des Sauerstoffes verlegt waren, stapelten wir Scheite aus Buchenholz um den Schornstein herum.Das Holz hatten uns die Waldarbeiter des Försters vorher zurechtgeschlagen. Alle waren eifrig bei der Sache. Wir bauten den Meiler auf. Wir sammelten Reisig und kleine Zweige, die zum Anzünden des Meilers benutzt wurden. Im Hang neben dem Meiler fanden wir genug davon. Ben war auf den Meiler geklettert, um das Reisig mit den Füßen in den Schornstein zu drücken, während wir noch Holzscheite rundherum stellten.
Als wir genug Holz um den Kamin gestapelt hatten, überdeckten wir das Holz mit Laub bevor es mit Walderde überschüttet wurde. Die Walderde soll verhindern, dass Sauerstoff an die Glut kommt. Dann ist der Meiler fertig.
Von oben wurde der Meiler angezündet. Die Waldarbeiter kletterten auf den Meiler, dabei mussten sie aufpassen, dass der Meiler nicht zusammenbrach. Sie warfen glühende Kohlen in den Kamin hinein und das Holz fing an zu brennen .
Alle schauten gespannt zu, als Laurent das Holzstück aus dem Rohr zog. Durch die Belüftungsrohre kam von nun an Sauerstoff an das Feuer. Das bemerkte man auch am Dampf, der aus dem Meiler stieg. Ein paar Kinder sind auf den Meiler geklettert und haben vom Förster erfahren, was im Meiler geschieht. Das Holz glüht unter der Erde. Wenn wir den Meiler aufdecken, werden wir anstatt Holz Kohlen finden. Das Volumen der Kohle ist kleiner als das Holzvolumen.
Nach getaner Arbeit sitzen wir nun vor der Fautelfiels, da haben die Köhler sich früher auch ausgeruht und da übernachtet. Jetzt ist da eine kleine Kapelle.
In einer Woche, so hoffen wir, wird all die Flüssigkeit im Holz verdunstet sein, und wir werden unsere Holzkohle „ernten“ können.
Na dann, ein schönes Grillfest, wünschen
Die Kinder aus dem 5. und 6. Schuljahr aus Lorentzweiler
(Sommer 2000)